Der Software-Konzern Microsoft hat ein Patent auf das Herunterfahren eines Betriebssystems zuerkannt bekommen. Den Patentantrag hatte das Unternehmen bereits im August 2005 eingereicht.
Die Patentschrift deckt einen relativ komplexen Vorgang ab. Dieser umfasst nicht nur das Ausschalten des Betriebssystems an sich, sondern auch die vorgelagerten Prüfroutinen, mit denen beispielsweise der Nutzer vor einem Datenverlust bewahrt werden soll.
Microsoft beschreibt so die Methoden, wie erst überprüft wird, ob noch GUI-Anwendungen geöffnet sind. Diese müssen dann automatisiert beendet werden. Zusätzlich soll eine Interaktion mit dem Nutzer eingeleitet werden, wenn in den Programmen noch ungespeicherte Dokumente geöffnet sind.
Das Patent deckt somit im Grunde nicht nur das Herunterfahren von Windows, sondern auch von anderen Betriebssystemen wie Mac OS X ab. Es dürfte allerdings kaum dazu dienen, Microsoft die alleinigen Rechte an diesem Vorgehen zu sichern. Es stellt in erster Linie einen Schutz vor so genannten Patenttrollen dar, die solche Methoden nutzen, um größere Firmen zu verklagen.